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Levanto - Cinque Terre

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Hinfahrt in zwei Etappen

regen Für Ende Oktober haben wir noch einmal eine Woche Urlaub eingeplant. Ich wollte eigentlich nach Frankfurt, da ich mich dort bei einer Sportveranstaltung angemeldet hatte, die ich dann aber aus gesundheitlichen Gründen absagen musste. Die zweite Option wäre dann endlich mal ein seit Jahren gehegter Wunsch die Buchmesse zu besuchen. Das haben wir für dieses Jahr einfach auch mal verworfen. Kurz spielten wir dann mit dem Gedanken einmal den Bodensee zu besuchen, aber nachdem wir in der letzten Woche plötzlich den ersten Wintereinbruch in diesem Jahr hatten, wollten wir dann doch lieber weiter in den Süden. Wir hatten Lust auf Südfrankreich! Tragischerweise sind dort in der letzten Woche schwere Unwetter rüber gezogen und die Menschen haben dort bestimmt gerade andere Sorgen, als Touristen zu umsorgen. Also durchsuchten wir weiter das Internet. Italien ist doch auch ein schönes Ziel. Ein Campingplatz war dank der größten Suchmaschine im Internet schnell gefunden. Viele Besucher empfahlen, sich vorher anzumelden, da der Platz wohl sehr beliebt sei. Dank des Kontaktformulars bekamen wir am folgenden Tag direkt eine Bestätigung. Noch drei Tage bis zur Abfahrt. Unsere erste Fahrt mit dem Wohnmobil ins "richtige" Ausland!
Endlich war die Woche geschafft. Freitag war ich noch arbeiten und die ganze Zeit aufgeregt und voller Vorfreude. Janina hatte zum Glück frei und bereite schon mal unser Mobil für Nachmittags vor. Es mussten Vorräte eingeladen werden, Wasser gebunkert werden und unsere Sachen eingeladen werden. Als ich nach Hause kam war bereits alles erledigt und unsere WoMo abfahrbereit. Nur ich musste mich noch umziehen.

Bei Regen und etwa 5°C Aussentemperatur ließ ich um zehn Minuten vor Drei den Motor an. Auf ins warme Abenteuer! Für heute war unser Plan, soweit wie möglich in Richtung Süden zu fahren und noch in Deutschland einen Zwischenhalt für die Nacht einzulegen. Freitagsnachmittags ist natürlich Verkehrschaos zu erwarten. Halb Deutschland und die Niederlande haben Ferienbeginn und dazu der Berufsverkehr, der durch Wochenendpendler nochmals verstärkt wird. Die Verkehrsinformationen im Radio zählten nur noch die Staus über sechs Kilometer länge auf, um die Sendezeit nicht zu sprengen. Wir haben noch nicht einmal unseren Wohnort verlassen, da standen wir schon das erste Mal. So ging es dann auch ersteinmal weiter. Wir mustten durchs Ruhrgebiet, an Köln vorbei und erst dann wurde es allmählich besser. Als wir das endlich mit über einer Stunde Verzögerung geschafft hatten kam auch der Hunger richtig durch. Wir sind schließlich ohne Mittagessen losgefahren. Tank und Rast machte im Radio Werbung für ihr Wochenangebot: Hähnchen mit Kartoffeln. Das war aber nicht das, wonach uns der Sinn stand. Wir gingen zu einem amerikanischen Schnellrestaurant, die auch im Rasthof vertreten waren. Burger und Co gehen schnell und man weiss was man hat. Den Rst der heutigen Fahrt verbrachten wir immer mehr mehr bei Dunkelheit und so wurde die Fahrt eigentlich auch immer langweiliger. Dafür lief der Verkehr jetzt flüssiger. Etwa hundert Kilometer vor Basel kamen wir noch einmal in einen Stau. Wir hatten das Radio nicht an und so kam es für uns etwas unvorbereitet. Jetzt schalteten wir schnell das Radio an und ziemlich schnell kam auch schon die Verkehrsnachricht, dass es sich um eine Vollsperrung wegen eines Verkehrsunfalls handelt. Fünfhundert Meter vor einer Ausfahrt kamen wir zum stehen. Kurze Krisensitzung und wir beschlossen, es für heute gut sein zu lassen. Wir schafften es noch bis zur Ausfahrt und fuhren von der Autobahn. Bei einem Autohof wollten wir Unterschlupf suchen. Hier gab es sogar einen Campingplatz, aber da wollten wir nicht drauf und auf dem LKW-Parkplatz wollten und durften wir auch nicht. Aber es gab noch einen kleinen Parkplatz mit einer freien Lücke.

Parkplatz
Auf dem Parkplatz

Zum Abschluss gab es noch ein kleines Abendessen und dann machten wir uns auch schon Bettfertig. Ich war echt k.o.!
Die Nacht war ziemlich unruhig. Auf dem benachbarten LKW-Stellplatz war ein ständiges Kommen und die schweren Dieselmotoren dröhnten. Wir waren auch etwas nervös, weil wir im Internet von irgendwelchen Überfällen auf WoMo's gelesen haben und das war einer entspannenden Nachtruhe auch nicht wirklich zuträglich. Aber es ging alles gut. Trotzdem war die Nachtruhe im sieben Uhr schon wieder beendet. Wir wollten schließlich weiter... Zuerst früstückten wir aber schön gemütlich und gönnten unserem Hund einen kleinen Auslauf. Dann klebte ich die Schweizer Vignette als erstes Symbol für eine richtige Fernreise auf unsere Windschutzscheibe. Das erste Teilstück unserer Weiterfahrt ging keine 500m bis zur Tankstelle dieses Autohofs. In der Schweiz ist das Tanken um ein Drittel teurer. Zum bezahlen ging in das Gebäude und die Kassiererin schaute mich nur fragend an. Ach so, die Tanksäulennummer:"Nummer zwei, bitte!" und sie antwortete:"Gut, so kommen wir ins Geschäft." Dank meiner ADAC-Karte gab es noch einmal einen Rabatt und so konnten wir vollgetankt weiterfahren.

Auf unserer Reseveriengsbestätigung stand, dass diese bis 16:00 Uhr gilt, und man sich melden soll, wenn es später wird. Wir haben jetzt genau sieben Stunden Zeit für siebenhundert Kilometer. Das schafft man niemals mit einem Wohnmobil. Aber noch war ich entspannt. An der Schweizer Grenze wurden wir so durchgewunken und ohne nennenswerte Verzögerung konnten wir weiterfahren. Am Gottard-Tunnel gab es einen kleinen Stau und das Schweizer Radio sprach von einer zwanzigminütigen Verzögerung. Das kam auch hin. Wir machten nur noch zwei Pausen im "Heidi-Land".

Schweizer Berge
Schweizer Berge
Schweizer Berge
Noch mehr Schweizer Berge

Während der zweiten Pause versuchte ich dann doch mal beim Campingplatz anzurufen und unsere mindestens zweistündige Verspätung anzukündigen. Eigentlich war ich heilfroh, dass niemand ans Telefon ging, denn mein Italienisch tendiert gegen null und nur mir "Bon Giorno" und "Grazie" hätte ich niemals meine Anliegen erklären können. Englisch hätte funktioniert, aber wer weiß, ob die Englisch sprechen. Hände und Füße zur non-verbalen Kommunikation sind einfach super, aber halt nicht am Telefon! Also ging ich mit meinem Smartphone auf die Internetseite des Campingplatzes und schrieb einfach eine Mail auf Deutsch und Englisch. Ob die überhaupt angekommen ist? Keine Ahnung!
Vor drei Jahren haben wir schon einmal Urlaub in der Toskana gemacht und ein Häuschen über das Internet gemietet. Damals war ich sehr zuversichtlich, da das anmieten auf Deutsch über ein Internetportal möglich war. Als wir dann am Haus ankamen und mit der Vermieterin die Übergabe machen wollten wurde es sehr spannend. Eine ältere und sehr resolute "Mama Miracoli", die wirklich nur Italienisch sprach zeigte uns dann das Haus und erklärte uns alles auf Italienisch zu zeigen. Schon war die Zuversicht verflogen!
Aber ersteinmal kamen wir an die Italienische Grenze und konnten auch diese ohne langen Halt passieren. Dann kam die ertse Maut-Stelle. Ich kenne es von der Supermarktkasse. Die kürzeste Schlange ist niemals die Schnellste. Aber wer hält sich schon an diese Lebensweisheit? Ich jedenfalls nicht!
Nur drei Autos vor uns, dass ist einfach zu verlockend. Aber der Fahrer des ersten Wagens hatte Probleme mit dem Automaten. Bis dann endlich ein Mitarbeiter dieser Maut-Stelle reagierte dauerte es schon einmal. Auch er schlug ersteinmal auf dem Knopf des Automaten, denn es könnte bei ihm ja das funktionieren, was bei dem Fahrer nicht klappte. Vielleicht beugt sich so ein Automat ja auch eher einer uniformierten Gewalt. Nein, so ein Automat ist unbestechlich und beugt sich auch nicht einer Amtsautorität. Irgendwann wurde die Ampel auf unserer Spur auf rot geschaltet und eine Schranke schloss sich hinter uns. Selbst wenn ich mich doch noch dazu durchgerungen hätte, im Rückwärtsgang auf der Autobahn aus dieser Wartegasse herauszufahren - jetzt wäre es zu spät! Dafür wurden wir dann einfach so durchgewunken ohne bezahlen zu müssen. Da hat sich die Wartezeit doch fast gelohnt!
Dann ging es ersteinmal unspektakulär weiter. Irgendwo zwischen Mailand und Genua machten wir noch einmal eine Pause. Der Tank war schon wieder leer und ich musste mal aufs Klo. Außerdem wurde ich langsam müde und bat Janina weiterzufahren. Aber jetzt änderte sich das Streckenprofil schlagartig. Kurvenreich schlängelte sich die Autobahn nur noch durch die Berge und wir konnten selten
Wegbeschreibung
schneller als 60 km/h mit dem WoMo fahren. Landschaftlich war das wirklich sehr schön, aber für jeden Autofahrer höchst anspruchsvoll. Hinter Genua blitzte zu unserer rechten Seite immer mal das Mittelmeer auf, von dem Janina leider nichts mitbekam, so sehr musste sie sich Straße konzentrieren. Als dann endlich unsere Ausfahrt kam, wurde es aber auch nicht besser. Durch Serpentinen schlängelte sich die Straße bis zur Küste runter und in Levanto war es eng und alles wuselte um einen herum. Je näher wir dem Campingplatz kamen, um so enger wurden die Gassen irgendwie. Ich hatte schon Zweifel, das unser Navi uns richtig lotst. Zusätzlich drängelte hinter uns schon die ganze Zeit ein Kastenwagen. Das ließ die Anspannung nicht geringer werden. Aber plötzlich standen wir vor dem Tor zum Campingplatz. Jetzt wa die entscheidende Frage, ob um kurz nach sechs noch jemand an der Rezeption war und ob unsere Reservierung noch galt. Beides konnte mit "Ja" beantwortet werden. Während Janina im Auto blieb versuchte ich uns anzumelden. Auf Englisch wurde mir alles erklärt und dann wurden mir noch drei Plätze gezeigt, von denen ich mir einen aussuchen sollte. Das war schnell erledigt. Zur Anmeldung musste ich meinen Personalausweis abgeben und wir bekamen einen Zugfahrplan für die Verbindungen nach Cinque Terre und einen Stadtplan.
Die letzten Meter zum Stellplatz sollte ich dann wieder fahren. Hier ist es wirklich sehr eng! Als letzten offiziellen Akt wurde unser Wagen noch ans Stromnetz angesteckt und jetzt sind wir wirklich angekommen.
Nach einer kurzen Pause gingen wir zu einer ersten Erkundung in den Ort. Wir wollten etwas Essen und freuten uns schon die ganze Zeit auf eine orginal italienische Steinofenpizza. Wie wir Männer nun mal sind, zögerte ich keine Sekunde um nach den Weg zu einer Pizzeria zu fragen...! Ich fragte das Internet und bekam eine gut bewertete Pizzeria vorgeschlagen inklusive Echtzeitwegbeschreibung. Was haben wir bloß früher ohne Handy gemacht? Diese aßen wir dann zu Hause in unserem WoMo und tranken ein leckeres Gläschen Rotwein dazu. Jetzt waren wir dann aber auch wirklich fertig und wir suchten als letzte Tat des Tages die Sanitärräume auf.

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Erster Tag in Levanto

regen Heute schliefen wir aus. Um neun Uhr standen wir erst auf. Janina drehte als erstes eine Runde mit unserem Hund und überließ mir die Chance auf Kaffee in Ruhe. Ich entschied aber, dass spülen erst einmal wichtiger ist. Denn das haben wir gestern nicht mehr gemacht und ich wollte meinen Espressokocher wenigstens einmal durchspülen bevor ich wieder Kaffee darin koche. Ich hatte den Frühstückstisch noch nicht gedeckt, als Janina schon wieder zurückkam und sogar kleine italienische Brötchen mitgebrachte. Jetzt muss ich mich aber beeilen!
Das Frühstück war sehr gemütlich. Hinterher räumten wir noch etwas auf und viel später machten wir uns auf dem Weg, den Ort mal bei Tageslicht zu erkunden.

Am Strand
Am Strand
Mauerdurchgang
Mauerdurchgang
Enge Gasse
Enge Gasse

Der Himmel war grau und als wir unterwegs waren, fing es an zu regnen. Das war aber vom Wetterbericht so angekündigt. Wir flüchteten uns in ein kleines einfaches Restaurant bestellten uns Nudeln. Italienischerweise besteht eine Mahlzeit aus mehreren unterschiedlichen Gängen und in der Menükarte waren die Nudelgerichte unter "Primar" aufgelistet. Das machte aber nichts. Nach einer großen Mahlzeit stand uns der Sinn noch nicht und so waren wir mit der kleinen Portion eines ersten Gangs mehr als glücklich. Es war sehr lecker!
Danach gingen wir durch den Regen direkt wieder zurück und ich entschied mich für ein Mittagsschläfchen. Mit prasselndem Regen auf dem Dach schlief ich auch sehr schnell ein.
Nachmittags kochte ich uns einen Kaffee. Ich setze mich an die Reisedokumentation und Janina las und strickte. Nach dem Abendessen drehten wir noch einmal eine kleine Runde durch den Ort. Den Rest des Tages vertrödelten wir dann wieder im Wagen. Inzwischen hat es auch schon wieder aufgehört zu regnen und morgen soll das Wetter schon wieder besser werden.

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Ausflug nach Monterosso

Sonnig Der Wetterbericht hatte recht. Nachdem es heute Nacht noch zeitweise auf unser Dach regnete schien heute die Sonne. Für heute hatten wir uns vorgenommen nach Monterosso, Cinque Terre, zu wandern. Gegen acht Uhr sind wir aufgestanden und Janina ist zur Hunderunde aufgebrochen. Ich ging ersteinmal spülen. Anschließend kochte ich mir meinen Kaffee in dem sauberen Kocher und bereitete den Frühstückstisch vor. Janina kam dann auch schon mit Brötchen zurück. Wir frühstückten gemütlich, räumten etwas auf und packten unsere Sachen. Um halb elf brachen wir dann auf. Der Wanderweg ist echt super beschildert und fängt direkt vor dem Campingplatz an.

Zuerst ging es nur steil bergauf und man hatte eine tolle Aussicht auf Levanto und später auf das Mittelmeer. Wir waren auch nicht die einzigen, die heute diesem Wanderweg folgten. Allerdings haben viele diesen Weg wohl völlig unterschätzt und hatten entweder zu kämpfen oder trugen einfach nicht geeignetes Schuhwerk. Dieser Wanderweg ist schon anspruchsvoll und die angegebenen 2:30 Stunden sind tatsächlich realistisch. Mit Pausen waren wir drei Stunden unterwegs.

Hinweisschild
Hinweisschild
Blick auf Levanto
Blick auf Levanto
Blick auf Levanto
Blick auf Levanto
Wanderweg
Wanderweg
Wanderweg
Wanderweg
Blick auf Monterosso
Blick auf Monterosso
Blick auf Monterosso
Blick auf Monterosso

Ausgehungert erreichten wir am frühen Nachmittag endlich Monterosso. In der warmen Sonne genossen wir ersteinmal unseren Erfolg. Dann suchten wir wir ein Restaurant. Auf der Promenade war uns einfach zu viel los, aber wir entdeckten ein Schild zu einem Restaurant, dass etwas Abseits lag. Das wollten wir uns anschauen und vielleicht sogar dort essen.

Essen
Essen

Neben vier Engländern waren wir die einzigen Gäste auf dieser Terasse und weil es uns gut gefiel blieben wir auch hier. Zuerst bekamen wir Wasser und sogar unser Hunde bekam einen Napf hingestellt. Janina bestellte sich eine Pizza und ich wollte diesmal ganz italienisch ein Menü aus ersten und zweiten Gang ausprobieren. Ravioli mit Spinatfüllung und dann ein Fischmenü mit Gemüse. Das war wirklich lecker! Den Nachtisch hoben wir uns für ein Eis auf der Promenade auf.
Mit vollem Magen kämpften wir uns durch die Touristenmassen in Richtung Bahnhof. Zum Glück konnte der Automat auch Deutsch und so hatten wir keine Schwierigkeiten unsere Fahrkarten zu kaufen. Zweimal ein Erwachsener und einmal ein Hund für jeweils 1,80 Euro. Dank der italienischen Pünktlichkeit, die der der Deutschen Bahn in nichts nachsteht erreichten wir sogar direkt einen Zug zurück nach Levanto. Ich fühlte mich sehr unwohl, weil der Fahrkartenautomat uns die Tickets eigentlich für den folgenden Zug verkauft hat. Aber auf der gesamten vierminütigen Fahrt durch einen Tunnel kam kein Schaffner.

Bahnhof Monterosso
Bahnhof Monterosso

Der Weg vom Bahnhof zum Campingplatz war gemessen an unserer Wanderung heute morgen ein Klacks. Ich schaffte es gerade noch, Tisch und Stühle draussen aufzubauen um noch die restlichen Sonnenstrahlen auszunutzen. Ich musste richtig kämpfen um nich einzuschlafen. Janina hatte da mehr Motivation und ging schon mal duschen. Mein Magen war immer noch so voll und da man nicht mit vollem Magen schwimmen gehen soll gilt das bestimmt auch fürs Duschen. Das hebe ich mir für später auf.
Den restlichen Abend verbrachten wir dann schön gemütlich im Wohnmobil. Für heute haben wir genug geleistet, wir sind schließlich im Urlaub!

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Ausruhen in Levanto

Sonnig Heute wurden wir durch neue Nachbarn geweckt, deren Kinder schon um halb acht draußen spielten. Dazu bellte deren Hund auch noch munter. Wir ließen den frühen Morgen trotzdem schön gemütlich angehen und versuchten uns nicht gestört zu fühlen. Nach dem Frühstück wurde im Wagen mal wieder einiges aufgeräumt. Janina fegte durch und es wurde die Bordtoilette geleert und frisches Wasser aufgefüllt. Janina hatte noch eine Ladung Wäsche, die noch aufgehängt werden wollte und so ging der morgen dahin. Das Waschen mit Münzen kostet hier fünf Euro. Dafür bekommt man sogar Waschmittel dazu. Es gibt auch einige Waschsalons hier in Levanto, aber der dem Campingplatz am nächsten gelegene ist auch nicht billiger. Weiter schauten wir aber auch nicht, denn wir hatte keine Lust mit unserer Dreckwäsche quer durch die Stadt zu laufen. Wir kauften in einem Supermarkt für unser heutiges Mittagessen ein, kochten und aßen später draußen vor dem Wohnmobil. Es war das erste Mal, dass wir dauerhaft draußen sitzen konnten ohne zu frieren.
Nach einer kleinen Siesta machten wir uns auf dem Weg und schauten uns noch einmal Levanto an. Der Campingplatz ist wirklich schön in der Altstadt gelegen und es gibt hier unendlich viele kleine Gassen zu entdecken.

S. Andrea
S. Andrea
S. Andrea
S. Andrea

Der restliche Tag wurde wieder einfach nur vertrödelt...

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Ausflug nach Bonassola

Sonnig Um kurz nach sieben Uhr wurden wir durch lautes Hupen geweckt. Ein gelangweillter Junge hat wohl im Wohnmobil seiner Eltern herumgespielt. Die französischen Eltern fanden das auch nicht lustig und wir hörten viele Worte durch unsere und deren Wohnmobilwand, die man niemals im Französischunterricht beigebracht bekommt.
Leider hielten wir es dann auch nicht mehr lange im Bett aus und widmeten uns der Routinepflichten. Nach unserem Frühstück und das Spülen des Geschirrs entschlossen wir uns, den Wanderweg in Richtung Norden zu entdecken. Dazu folgten wir der Strandpromenade und anschließend durch frühere Eisenbahntunnel bis nach Bonassola. Es war wirklich interressant die zwei Kilometer lange Strecke durch etliche Tunnel zu laufen. Aber genauso schön war es dann, wieder in der Sonne zu sein.

Weg nach Bonassola
Weg nach Bonassola
Ein Tunnel
Ein Tunnel
Im Tunnel
Im Tunnel
Ankunft in Bonassola
Ankunft in Bonassola

Wir schauten uns den wirklich verschlafenen Ort an und waren erstaunt, das fünf Kilometer südlicher die Touristen sich durch Cinque Terre schieben, und hier davon gar nichts zu spüren ist.

Blick auf Bonassola
Blick auf Bonassola
Alte Burguhr
Alte Burguhr
Enge Gasse
Enge Gasse

Vor dem Rückweg machten wir noch eine kleine Pause in einer Bar vor dem ersten Tunnel und ich trank einen Latte Macchiato und Janina eine Cola in der Sonne. Dann ging es weiter. Diesmal wollten wir nicht wieder durch die Tunnel zurück, sondern vor dem Tunnel einen Wanderweg folgen, der sich an der Küste entlang befindet.

Hinweisschilder
Hinweisschilder
Blick vom Wanderweg
Blick vom Wanderweg in die Bucht vor Bonassola

Doch plötzlich war dieser Weg gesperrt. Vor uns sah es vom Steinschlag auch ziemlich verwüstet aus. Aber es ging ein Pfad links dem Berg hoch. Fest im Glauben, dass es sich um die offizielle "Umleitung" handelte, folgten wir diesen zum Teil zugewachsenen Weg nach oben und kamen an einem kleinen Terassenförmigen Garten aus. Endlich wieder sicheren und festen Weg unter den Füßen! Leider befanden wir uns in einem eingezäunten Privatgelände, dass für uns vor einem fest verschlossenem Tor endete. Nur leider von innen! Wir beratschlagten uns und kamen zu dem Schluss, dass wir wohl wieder zurückgehen müsssen.
Die nächste Krisensitzung hielten wir dann wieder auf dem abgesperrten Wanderweg ab. Zurückgehen wollten wir nicht, also blieb nur die die Absperrung zu ignorieren. Ich hatte den Stift in der Hose, wie man so schön sagt. Überall lag loses Geröll auf dem Weg. An einer Stelle befand sich eine hölzerne Treppe, die einen großen Höhenunterschied auf diesem Weg ausgleichen sollte. Leider fehlte die Hälfte der Stufen. Selbst Smilla konnte diesen Höhenunterschied nicht alleine überwinden. Ich musste sie zu mir zwingen und nahm sie auf meine Schulter, bis der Weg wieder etwas besser war. Gott sei Dank kamen wir dann auch bald an die Absperrung auf der Gegenseite. Aber auch hier befanden wir unser wieder auf einem Privatgrundstück einer Ferienhaussiedlung. Es fehlte aber auch jede Markierung, die einen Hinweis auf diesem Wanderweg geben könnte. Nach einem Fehlversuchüber die Felsen am Wasser entlang kamen wir wieder in eine Sackgasse. Zurück und nächster Versuch.
Diese Option ging leider steil bergauf quer durch die Ferienhaussiedlung. Über Serpentinen kraxelten wir an Ferienhaus neben Ferienhaus an der Steilküste hoch ohne eine Idee zu haben, wie wir dann von dort weiterkommen. Das letzte Gebäude war das Rezeptionsgebäude, dass diese Strasse mit einer Schranke abschloss, aber wir mussten noch weiter nach oben.
Irgendwann kreuzten wir einen weiteren markierten Wanderweg mit einem Hinweisschild, dass es jetzt noch 40 Minuten bis nach Levanto sind. Endlich. In der Mittagssonne endlich das Ziel vor Augen. Halsbrecherich ging es auf felsigen Weg nur noch bergab. In Levanto belohnten wir uns ersteinmal mit einem Eis bevor es wieder zum Campingplatz ging.
Wir duschten ersteinmal und tranken unseren obligatorischen Nachmittagskaffee. Der Hunger wurde immer größer und wir wollten dann das Restaurant auf dem Campingplatz ausprobieren. Aber um siebzehn Uhr waren wir einfach zu früh. Aber wir wollten nicht noch eineinhalb Stunden warten. Wir entschieden uns, in Levanto eine Pizzeria zu suchen. Aber vor neunzehn Uhr macht auch hier nichts auf. Wir kauften nur ein paar Mitbringsel für die daheim gebliebenen Kinder und warteten im Wohnmobil darauf, dass Die Campingplatzpizzeria endlich öffnet.
Endlich war es soweit. Eine Karaffe Rotwein und unsere Pizzen taten richtig gut. Den Rest des Abends verbrachten wir dann nur noch gemütlich im WoMo.

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Chillen und Wandern

Nach dem Aufstehen und der Morgendroutine genossen wir den Vormittag gemütlich in der warmen Sonne vor dem WoMo. Ich las und Janina strickte. Kurz vor Mittag mussten wir aber nocheinmal los um einzukaufen. Wir hatten nichts für unser Mittagessen da und da die Geschäfte für uns etwas ungewöhnliche Öffnungszeiten mit langen Mittagspausen haben, mussten wir frühzeitig los.
Ich wartete mit Smilla draußen und Janina ging schnell ins Geschäft, um unsere Vorräte zu ergänzen. Zum Mittagessen gab es dann heute Tortellini mit einer Tomaten-Oliven-Soße und Würstchen (Pollo = Hähnchen).
Nach einer kurzen Pause motivierte Janina mich zu einem Spaziergang zu einem Wanderweg, den sie am Morgen auf ihrer Hunderunde entdeckt hatte. Was ich nicht wusste, aus diesem Spaziergang wurde eine waschechte Wanderung, die zuerst fast zwei Stunden nur Bergauf ging und uns dann wieder bis kurz vor Monterosso führte.

Wanderung in den Bergen
Wanderung in den Bergen
Wanderung in den Bergen
Wanderung in den Bergen
Wanderung in den Bergen
Wanderung in den Bergen
Wanderung in den Bergen
Wanderung in den Bergen
Wanderung in den Bergen
Wanderung in den Bergen
Seltsame Beeren
Seltsame Beeren
Blick auf Monterosso
Da unten ist wieder Monterosso
Wanderung in den Bergen
Wanderung in den Bergen
Entfernter Blick auf Vernazza - Cinque Terre
Entfernter Blick auf Vernazza - Cinque Terre
Hinweisschild am Wanderweg
Levanto 1Std 45Min

Von hier mussten wir dann noch den Wanderweg an der Felsenküste entlang zurück. Auf dem Hinweisschild stand, dass es ca. 1 Std. 45 Min. dauert bis nach Levanto. Dann wäre es schon sechs Uhr durch und würde langsam dunkel. Wir schafften es sogar in 1 Std. 15 Min. zurück und der Weg ist wirklich nicht ohne. Wahrscheinlich hat uns die Angst, diesen Weg an den Steilhängen entlang im Dunkeln laufen zu müssen Flügel verliehen.
Dann war aber ersteinmal Duschen angesagt. Zum Abendessen gab es dann in Deutschland gekaufte Niederländische Cherry-Tomaten mit in Italien gekauften Mozzarella, Giabatta und natürlich guten Rotwein von der Ahr.
Ich las noch ein wenig aber war so müde, dass wir nicht mehr lange wach blieben.

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Zum letzten Mal Wandern

Wir hatten Anfangs mal mit dem Gedanken gespielt, heute mit dem Zug nach Florenz zu fahren. Gestern hatte ich dann im Internet nach den Zugverbindungen geschaut. Zweieinhalb Stunden Stunden einfache Zugfahrt waren uns dann aber doch zu viel. So war heute ersteinmal ausruhen angesagt. Wir saßen Vormittags schön gemütlich in der Sonne und ließen es uns richtig gut gehen. Nach dem gestrigen Wandertag wollte Janina mich nicht schon wieder herausfordern.
Während ich dann so mein Buch las keimte in mir doch der Gedanke, dass ich irgendetwas tun möchte. Nur den ganzen Tag rumsitzen halte ich nicht aus. Ich schlug vor, noch einmal in Richtung Monterosso auf dem Küstenwanderweg zu laufen. Dort gibt es noch einen Geocache etwas Abseits, den wir noch suchen könnten. Und wie wir gestern ja gesehen haben, dauert der Rückweg auch nur etwas über eine Stunde.
Janina fand den Gedanken gut und schon zogen wir uns um. Diesmal wählte ich aber auch meine Wanderschuhe. Auch wenn ich die ganze Zeit mit meinen Sportschuhen unterwegs war, war es doch nicht so ganz optimal auf den felsigen Wegen. Der Hauptgrund war aber wohl eher, dass ich die Wanderschuhe nicht komplett umsonst mitgeschleppt haben wollte.

Wanderung über Felsen
Da müssen wir hoch
Eine Ruine
Kirchenruine zwischen Levanto und Monterosso
Felsenstufen
Felsenstufen

Hin und zurück waren wir fast vier Stunden unterwegs, wobei wir am Wendepunkt aber auch eine schöne Pause mit Blick auf Cinque Terre machten. Um kurz nach fünf waren wieder zurück und hatten wirklich eine Dusche nötig. Heute waren wir viel kraftloser und es kam uns viel anstrengender vor als gestern. Das letzte Stück mussten wir richtig kämpfen. Janina ging dann auch sofort duschen und ich packte schon mal unseren Tisch und die Stühle in den Stauraum und räumte ein paar Kleinigkeiten in Vorbereitung für unsere morgige Abfahrt zusammen. Dann flitzte Janina noch mal schnell in den Ort zum Supermarkt, um ein paar Kleinigkeiten für unsere Rückfahrt einzukaufen. Ich ging währenddessen Duschen und weil Janina dann immer noch nicht zurück war, ging ich sogar spülen. Smilla musste dafür diesmal nicht im WoMo warten sondern ich nahm sie mit und ließ sie vor dem Spülhaus absitzen und warten. Ich war keinen Schritt durch die geöffnete Glastür von ihr entfernt und so konnte ich sie sehen und sie mich.
Wir hatten so einen Hunger, aber es war immer noch nicht neunzehn Uhr, die offzielle Öffnungszeit der Retaurants. Also tranken wir noch einen Kaffee, um die Zeit zu überbrücken. Aber dann war es endlich soweit. Auf zur Pizzeria!
Wir wählten die gleiche Pizzeria, wie am ersten Abend, aber diesmal nahmen wir die Pizza nicht mit sondern setzten uns gemütlich ins Restaurant. Pizza Prosciutto e Funghi und Pizza Salame Piccante. Es war auch nicht einfach nur lecker, weil wir so ausgehungert waren. Dazu bestellten wir eine 1/4 Karaffe mit Rotwein. Am meisten überraschte uns, das der Rotwein nur zwei Euro kostet.
Im Wohnmobil saßen wir noch eine Weile gemütlich zusammen und dann war der Tag auch schon wieder zu Ende. Morgen geht es wieder nach Hause.

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Unsere Rückfahrt

Heute morgen waren wir schon früh wach. Ich hatte auch schlecht geschlafen, da ich über Nacht Halsschmerzen bekommen habe und wir waren beide wohl unruhig wegen unsere bevorstehenden Rückfahrt. Nachdem Frühstück begannen die Vorbereitungen. Die ganzen Gegenstände, die so in der letzten Woche ihren Platz im Wagen gefunden hatten, mussten wieder verstaut werden. Ich füllte noch einmal zwei Gießkannen mit unserer Gießkanne, die wir auf Amrum im Sommer gekauft haben in den Frischwassertank und leerte die Bordtoilette. Dann gingen wir zusammen zur Rezeption um zu bezahlen. Fertig - nun kann es losgehen.

Wir kamen ersteinmal genau bis ... kurz vor der Einfahrt. Zwei große intalienische Wohnmobile hatten sich gerade angemeldet und wollten zu ihrem Stellplatz. Da der Campingplatz sehr, sehr eng ist, mussten wir ersteinmal irgendwie zur Seite rangieren, damit die vorbei kamen und die Ausfahrt frei machten.
So, jetzt aber... . Vorsichtig und wirklich nur sehr ungern fuhren wir durch Levanto, dann die Serpentinen hinauf zur Autobahn. Wir zogen die Mautkarte an der Auffahrt und fuhren Richtung Genua. Zwischen den vielen Tunnel erhaschten wir zwischendurch noch einmal einen Blick nach links auf das Mittelmeer. Ab Genua ging verlief die Autobahn wieder in höllischen Kurven durch die Berge. Schön ist, dass am Anfang der Autobahn ein Schild mit den aktuellen Treibstoffpreisen an den Tankstellen auf dieser Autobahn. Der lag hier zwischen Genua und Mailand bei etwas über 1,30 Euro für ein Liter Diesel. Um sicher durch die noch teurere Schweiz zu kommen war es aber leider noch zu früh zum Tanken. Ich dachte mir, dass irgendwie bei Mailand ideal sei. Nicht zu nah an den Touristischen Orten an der Küste und noch weit genug von der Schweiz entfernt, wo sich die Italienischen Tankstellen an das schweizerische Preisniveau angleichen, um möglichst viel von den Tankpendlern aus der Schweiz zu profitieren.
Was soll ich sagen, ich habe dort für über 1,50 Euro/Liter getankt. Das ist so nicht richtig, getankt hat ein Angestellter der Tankstelle, ich habe nur daneben gestanden. Für das Trinkgeld hat er sogar noch die Windschutzscheibe geputzt, während ich bezahlen war. Wir fuhren dann nur von der Tanksäule weg und machten eine erste Pause. Während ich so um den Wagen herumlief, fiel mir auf, dass verdammt wenig Luft auf den Vorderreifen der Fahrerseite ist. So sehr ich auch schaute, nirgendwo war die Möglichkeit auf der Tankstelle an Luft zu kommen ohne illegal kreuz und quer gegen die Spur zu rangieren. Wohl war mir dabei gar nicht, aber so musste der Reifen halt bis zum nächsten Halt durchhalten.
An der Schweizer Grenze wurden wir so durchgewunken und weiter ging es. An der zweiten Tankstelle fuhr ich dann raus, um noch einmal nach Luft für den Reifen zu schauen. Das Gerät war neben der Tankstelle auch vorhanden aber verschlossen und man soll sich in der Tankstelle melden. Das war mir dann auch zu blöd und so machten wir nur eine weitere Pause und fuhren dann weiter.

Tankstelle in der Schweiz
Tankstelle in der Schweiz

Am Gotthard-Tunnel kamen wir in Sichtweite der Ampeln zum stehen. Nur wurde diese Ampel nicht grün und ließ die Autos vereinzelt durch. War den Schweizern der Stau noch nicht lang gennug? Plötzlich ging es dann doch weiter. Kurz vor Basel konnte ich keine Tunnel mehr sehen und war so froh, dass wir uns der Deutschen Grenze wieder näherten.

Schweizer Berge
Schweizer Berge
Gotthard-Tunnel
Gotthard-Tunnel

Es war nun fast sechs Uhr Abends und ich habe während der Fahrt schon mal angedeutet, dass wir durchaus auch auf einen Zwischenstopp verzichten und einfach durchfahren können. Um in Italien eine Nacht zu verbringen wären wir einfach noch nicht weit genug gekommen. In Schweiz wäre die goldene Mitte, aber wir hatten keine Schweizer Franken und wollten auch keine holen. Deswegen wollten wir auf jeden Fall bis Deutschland fahren und dann einen Plaatz suchen. In Deutschland hielten wir an einem Autohof und aßen endlich etwas. Unser Womo hatte nun auch wieder Durst und wurde für 1,11 €/l vollgetankt. Wir hielten einen kleinen Familienrat ab und beschlossen durchzufahren. Fairerweise warnten wir die Kinder noch vor und dann ging es los.
Wenn jemand die A1 zwischen Bremen und Hamburg langweilig findet dann soll er mal auf der A5 zwischen Basel und Karlsruhe fahren. Diese Autobahn ist furchtbar. Man sieht öfters mal Hinweisschilder zum Schwarzwald, aber da sind nirgendwo Berge... Aber auch diese Etappe schafften wir. Im Dunkeln dann noch an Frankfurt vorbei auf die A3 bis nach Köln (heute mal kein Stau auf dem Ring - wie schön) durchs Ruhrgebiet und um halb zwölf waren wir dann zu Hause.
Die Kinder erwarteten uns bereits. Neben den kleinen Mitbringseln packten wir noch die wichtigsten Kleinigkeiten aus und verschoben die restlichen Arbeiten auf Sonntag.

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Zusammenfassung

Der Campingplatz
Im Internet habe ich einfach nach "Campingplatz Cinque Terre" gesucht. Der Campingplatz Acqua Dolcce war einer unter den ersten angezeigten Ergebnissen in einem Campingplatzportal. Es gab auch Bewertungen verschiedener Besucher. Wenn man die Französischen und Italienischen Bewertungen ausklammerte, weil ich sie nicht lesen konnte und von den Deutschsprachigen die Kommentare ausließ, die die Sauberkeit und Höflichkeit bemängelten, wurde der Campingplatz sehr gelobt.
Sauberkeit und Höflichkeit des Personals sind für mich sehr subjektive Empfindungen. Mehr als Putzen kann das Personal nicht und das haben sie auch wirklich jeden Tag getan, aber der Dreck wird doch von uns gemacht. Wenn etwas nicht sauber ist, sind wir doch auch ein Stück mit Schuld. Die Höflichkeit sehe ich nach dem Motto "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch wieder hinaus..."
Also kam auf jeden Fall dieser Campingplatz in die engere Wahl. Ich machte noch ein Quercheck zu einer Wetterseite im Internet und schaute mir die Langzeitprognosen und die Durchschnittstemperaturen und Regenhäufigkeiten der letzten Jahre an und das Ziel war gewählt. Ein weitere Charme war, dass es ein deutsches Kontaktformular auf der Homepage gab, mit dem man Reservierungsanfragen stellen kann.
Die Lage des Campingplatzes ist super. Direkt in der historischen Altstadt mit vielen engen Gassen zum entdecken und kleinen Geschäften und Restaurants in der Nähe sind es 200m zum Strand. Man hat direkt viele Wanderwege vor der Tür, oder wenn man sich Cinque Terre gemütlich anschauen möchte keinen Kilometer zum Bahnhof. Von dort sind es vier Minuten mit dem Zug nach Monterosso und es kostet 1,80 Euro pro Person oder Hund. Es gibt einen Stadplan und einen Zugfahrpaln beim einchecken dazu.
Der Platz ist sehr groß und bietet für alle Fahrzeuggrößen Stellmöglichkeiten. Allerdings sind die Wege sehr eng und man hat nicht sehr viel Platz zum rangieren. Die Plätze sind Terassenförmig angeordnet und alles ist sehr gemütlich und schön. Man steht unter Olivenbäumen und hat so etwas Schatten. Da man sich in einem Tal befindet, liegt der Platz Morgens und Abends im Schatten.
Die Sanitärräume werden einmal am Tag gereinigt. Ich kann jetzt nur für die Herrentoiletten sprechen, aber es gibt nur normale Toiletten und keine Stehbecken. Obwohl in der Fremde die Hemmungen eher fallen und "Mann" auf der Herrentoilette schnell auf das Hinsetzen verzichtet waren die Toiletten sehr sauber. Toilettenpapier war auch vorhanden und wenn die verschlossenen Rollen doch mal ausgingen, hing immer noch neben jeder Toilette ein Duschkopf...
Es gibt noch ein Restaurant, in dem man aber einen Tisch vorbestellen sollte. Wir fanden die Pizza sehr lecker und auch die Preise waren nicht höher als in den Restaurants in Levanto.
Die Rezeption ist von 7:00 Uhr bis 23:00 Uhr besetzt.
Es hat uns in Levanto besser gefallen als in Monterosso. Mit Monterosso haben wir zwar nur ein fünftel von Cinque Terre gesehen aber ausser ein paar Läden mit Souvenirs und Bekleidung und Restaurants, die etwas teurer waren konnten wir nichts entdecken. Cinque Terre ist eine Touristenattraktion, die sich von Pisa oder Florenz kaum unterscheidet. Die gesamte Gegend ist sehr schön und man sollte sich nicht auf diese fünf Orte beschränken.

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